Elektronische Achsvermessung in Esslingen-Berkheim
Wir messen alle vier Räder, nicht nur die Vorderachse. Der lasergesteuerte Achsmesscomputer nimmt die Istwerte Ihres Fahrwerks auf und stellt sie den Sollwerten des Herstellers gegenüber. Liegt ein Wert außerhalb der Toleranz, stellen wir nach, soweit das Fahrzeug es zulässt.
Sie bekommen das Ergebnis ausgedruckt mit: Ist- und Sollwerte, vor und nach der Einstellung. Damit sehen Sie schwarz auf weiß, was verstellt war und was jetzt anliegt — und haben den Nachweis, wenn später jemand danach fragt.
Zwingend ist die Vermessung nach Arbeiten an Lenkung oder Fahrwerk: nach neuen Federn oder Stoßdämpfern, nach einer Tieferlegung, nach dem Wechsel von Querlenkern oder Spurstangen. Ohne Anlass empfehlen wir sie einmal im Jahr oder alle 20.000 Kilometer.

Woran Sie es merken
- Das Lenkrad steht schief, obwohl das Fahrzeug geradeaus fährt.
- Die Reifen sind ungleichmäßig abgefahren oder zeigen auf einer Achse verschiedene Abnutzung.
- Das Fahrzeug zieht nach rechts oder links.
- Die Lenkung fühlt sich schwammig an.
- In Kurven quietscht es, oder das Fahrwerk poltert.
Achsvermessung — was gemessen wird, und was daraus folgt
Die Anzeichen zeigen sich beim Fahren: Ein Messgerätehersteller zählt aus Kundensicht drei auf — kein präziser Geradeauslauf, ein erkennbar schief stehendes Lenkrad, schlechte oder einseitig abgefahrene Reifen — und daneben die Probefahrt, in der das Fahrzeug zu einer Seite zieht. Das Reifenbild bleibt dabei ein Hinweis und kein Beweis: Starker Verschleiß verändert die Geometrie selbst.
Was gemessen wird
Gemessen wird die Geometrie von Fahrwerk und Lenkung. Die wichtigste Größe ist die Spur; welche Winkel darüber hinaus erfasst werden, hängt am Fahrzeug und am Messgerät.
- Spur
- Stehen die Räder in Fahrtrichtung leicht zueinander, läuft der Wagen ruhiger geradeaus. Zu viel davon zehrt am Profil.
- Sturz
- Die Neigung des Rades zur Senkrechten, bei Pkw meist leicht negativ — das bringt in der Kurve mehr Seitenführung. Weicht er ab, nutzt sich der Reifen einseitig ab.
- Nachlauf
- Er sorgt dafür, dass das Lenkrad von allein zurück in die Mitte will. Stimmt er nicht, fühlt sich die Lenkung schwammig oder zäh an.
- Fahrachswinkel
- Die Richtung, in die die Hinterachse das Auto schiebt. Weicht sie ab, muss man dauerhaft gegenlenken, obwohl vorne alles stimmt.
Messen und einstellen sind zwei Arbeiten
Das Messen sagt, wo die Werte liegen. Das Einstellen bringt sie zurück in die Toleranz — und das geht nur so weit, wie das Fahrzeug es vorsieht. An vielen Hinterachsen ist wenig oder nichts einstellbar; dann bleibt der Messwert eine Diagnose, und geändert wird über ein Bauteil.
Deshalb steht der Aufwand vorher nicht fest: Er hängt daran, wie viele Werte am Fahrzeug überhaupt verstellbar sind, ob vorher etwas repariert werden muss und ob Assistenzsysteme mit auf die neue Geometrie eingelernt werden.
Was eine schlechte Einstellung kostet
Reifen und Radlager halten kürzer, Federn und Stoßdämpfer werden stärker beansprucht, der Rollwiderstand steigt und damit der Verbrauch. Der TÜV Süd nennt als Folge einer falschen Spur außerdem verstärktes Unter- oder Übersteuern in Kurven.
Die Hauptuntersuchung fängt das nicht auf. Anlage VIIIa StVZO lässt Lenkanlage sowie Achsen, Räder und Aufhängungen auf Zustand prüfen — die Wörter Spur, Sturz und Vermessung stehen dort nicht. Erst wenn der Reifen einseitig unter die Mindestprofiltiefe kommt, wird daraus ein Mangel.
Wovon der Preis abhängt
Eine Achsvermessung ist keine feste Position, sondern hängt daran, wie viel am Fahrwerk eingestellt werden muss. Was den Aufwand bestimmt:
- Messen oder auch einstellen
- Gemessen werden immer die IST-Werte von Sturz und Spur im Vergleich zu den SOLL-Werten des Herstellers. Liegen sie im Toleranzbereich, bleibt es bei der Messung. Liegen sie daneben, kommt das Einstellen dazu.
- Ob eine Reparatur vorausgegangen ist
- Nach dem Wechsel von Federn, Stoßdämpfern, Lenkungsteilen, Querlenkern oder Spurstangen sowie nach einer Tieferlegung steht die Vermessung zwingend an. Ohne einen solchen Anlass empfehlen wir sie jährlich oder alle 20.000 Kilometer.
Häufige Fragen
Achsvermessung, Spureinstellung, Auswuchten — was ist der Unterschied?
Die Achsvermessung erfasst die Geometrie mehrerer Winkel, die Spureinstellung ändert nur einen davon. Auswuchten hat damit nichts zu tun: Dort wird die Gewichtsverteilung des drehenden Rades ausgeglichen, damit das Lenkrad bei Tempo nicht vibriert.
Warum zieht mein Auto trotz eingestellter Spur zur Seite?
Die Spur ist nur ein Wert. Zieht das Fahrzeug weiter, kommt oft der Fahrachswinkel der Hinterachse in Frage, ein unterschiedlicher Sturz links und rechts, ungleicher Reifendruck oder ein Reifen mit ausgeprägtem Seitenzug.
Warum gibt es keinen Festpreis?
Weil vorher nicht feststeht, wie viel Arbeit anfällt. Messen ist der immer gleiche Teil; ob danach eingestellt werden kann, wie viele Werte verstellbar sind und ob vorher ein Bauteil ersetzt werden muss, zeigt erst die Messung.
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