Reifenservice in Esslingen-Berkheim — Wechsel, Montage, Einlagerung
Ob Sie neue Reifen brauchen oder einen beschädigten Reifen reparieren lassen wollen: Dafür stehen unsere Reifen-Montiermaschine und unsere Auswuchtanlage bereit.
Den saisonalen Räderwechsel übernehmen wir, und die Räder, die Sie über die Saison nicht brauchen, lagern wir auf Wunsch bei uns ein. Auch beim reinen Umstecken schon montierter Räder wuchten wir grundsätzlich.
Neue Ventile oder ein Servicekit für das Reifendruckkontrollsystem setzen wir nach Zustand ein, nicht grundsätzlich bei jedem Rad.
Was an Ihrem Fahrzeug zu tun ist, sehen wir an Rad und Reifen. Sie erfahren vorher, was zusammenkommt — der Umfang bestimmt das Angebot.

Reifenwechsel, Profiltiefe und RDKS — ausführlich erklärt
Ein Wort, zwei Arbeiten: Räder umstecken ist nicht dasselbe wie Reifen montieren. Die Abschnitte hier erklären, was am Rad geprüft wird und was davon bei der Hauptuntersuchung zählt.
Räderwechsel oder Reifenmontage — zwei verschiedene Arbeiten
Im Alltag gehen die Wörter durcheinander: Der ADAC schreibt auf einer Seite von Räderwechsel, Radwechsel und Reifenwechsel und meint dasselbe. Für den Aufwand zählt, welche der beiden Arbeiten anfällt.
- Räder umstecken
- Der zweite Radsatz kommt ans Fahrzeug, der Reifen bleibt auf seiner Felge. Dazu gehören nach ADAC-Darstellung die Zustandsprüfung von Reifen und Radbaugruppe, das Einstellen des Fülldrucks und beim Reifendruckkontrollsystem das Anlernen der Sensoren.
- Reifen montieren
- Der Reifen wird von der Felge gelöst, ein anderer aufgezogen, das Rad danach gewuchtet — bei einer Neumontage gehört das Wuchten nach Michelins Darstellung systematisch dazu. Laufrichtungsgebundene Reifen tragen einen Pfeil „Rotation“.
Profiltiefe — die Grenze im Gesetz und die Empfehlung darüber
Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter am ganzen Umfang des Hauptprofils — gemeint sind die breiten Rillen im mittleren Bereich der Lauffläche, etwa drei Viertel ihrer Breite. Die Vorschrift ist § 36 Absatz 3 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Zwischen Sommer und Winter unterscheidet das Gesetz nicht.
Eine einzelne Messstelle sagt deshalb wenig: In der inneren Rille kann Gummi stehen, während die äußere schon an der Grenze ist. Erreicht ist sie dort, wo die Verschleißindikatoren sitzen — kleine Stege, markiert mit „TWI“ oder einem Firmenlogo. Der ADAC rät früher zum Tausch: 3 Millimeter im Sommer, 4 bei Winter- und Ganzjahresreifen.
Bei der Hauptuntersuchung (HU) ist der Reifen ein eigener Untersuchungspunkt: Anlage VIIIa StVZO führt unter Nummer 6.5 „Achsen, Räder, Reifen, Aufhängungen“ und verlangt dort Zustand und Zulässigkeit. Wer im Herbst umsteckt und im Frühjahr zur HU muss, will nicht zweimal kommen.
RDKS — Pflicht, Prüfplakette und Arbeit am Rad
Das Reifendruckkontrollsystem, kurz RDKS, überwacht den Fülldruck während der Fahrt. Pkw mit Erstzulassung ab dem 1. November 2014 haben eines — die Stufe stammt aus der Verordnung (EG) Nr. 661/2009, abgelöst 2022 durch die Verordnung (EU) 2019/2144. Deren Artikel 5 verlangt das System weiterhin; Krafträder und Traktoren fallen nicht darunter.
Optional ist es nicht: Seit dem 20. Mai 2018 gilt ein nicht funktionsfähiges RDKS als erheblicher Mangel, wenn das Fahrzeug der Pflicht unterliegt — dann bleibt die Prüfplakette aus. Bei älteren Fahrzeugen ohne diese Pflicht ist es ein geringer Mangel.
Wie viel Arbeit am Rad anfällt, hängt an der Bauart. Direkt messende Systeme haben in jedem Rad einen Sensor: Der zweite Radsatz braucht dann eigene Sensoren. Indirekt messende rechnen über die Drehzahlsensoren — kein Sensor im Rad, dafür eine Neuinitialisierung, nachdem die Solldrücke eingestellt sind.
35 €
Räderwechsel, alle vier Räder — komplette Räder umstecken, Wuchten inklusive, inkl. MwSt.
Stand August 2026
Wovon der Preis abhängt
Beim Reifenservice hängt der Aufwand weniger am Reifen als daran, was mit ihm zusammen bewegt werden muss. Was hineinspielt:
- Wechsel oder Montage
- Komplette Räder zu wechseln ist etwas anderes, als Reifen von der Felge zu nehmen und neu zu montieren. Für Letzteres läuft zusätzlich unsere Montiermaschine.
- Auswuchten als eigene Position
- Gewuchtet wird grundsätzlich: nach der Montage neuer Reifen ebenso wie beim Umstecken schon montierter Räder. Das ist eine eigene Position neben Montage und Wechsel — dafür läuft unsere Auswuchtanlage.
- Ob die Räder eingelagert werden
- Die Einlagerung der nicht benötigten Räder ist eine eigene Leistung. Sie braucht Platz über eine ganze Saison, nicht nur Arbeitszeit an einem Tag.
Häufige Fragen
Gilt die Winterreifenpflicht von Oktober bis Ostern?
Nein, maßgeblich ist die Straße und nicht der Kalender. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte darf nur fahren, wer alle Räder passend ausgerüstet hat (§ 2 Absatz 3a StVO). Geeignet ist beim Pkw nur das Alpine-Symbol; die Übergangsregel für M+S-Reifen endete am 30. September 2024.
Wie alt darf ein Reifen sein?
Für Pkw-Reifen gibt es keine gesetzliche Altersgrenze; geregelt ist die Profiltiefe. Das Herstellungsdatum steht am Reifen, weil § 36 Absatz 7 StVZO die Kennzeichnung verlangt: Vom DOT-Code zählt der abgesetzte Vierziffernblock — Woche, dann Jahr, 0816 heißt achte Woche 2016. Der ADAC empfiehlt, Pkw-Reifen nicht länger als zehn Jahre zu nutzen. Hart geregelt ist nur der Anhänger mit Tempo-100-Zulassung: Dort müssen die Reifen jünger als sechs Jahre sein.
Kann ein beschädigter Reifen repariert werden?
Das entscheidet die Herstellervorgabe. Continental nennt drei Bedingungen, die zusammen gelten müssen: Der Schaden ist kleiner als 6 Millimeter, er liegt im mittleren Dreiviertel der Lauffläche, und die innere Struktur ist unversehrt. Ausgenommen sind Schäden an Seitenwand, Schulter oder Gürtel, freigelegte Festigkeitsträger und Runflat-Reifen, die mit Minderdruck gefahren wurden.
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